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“Anywhere but America!” Zweiter und letzter Teil

Published via e-mail broadcast on October 27, 2009

Der Trader’s Daily veröffentlichte gerade den zweiten Teil unseres Artikels von der letzten Woche

von Christoph Amberger

Baltimore, MD — TFN: Glücklicherweise wird sogar die derzeitige US-Regierung eine Zeit brauchen, bis sie die Uhr zurückstellen kann. Mit etwas Glück dauert es so lange, wie China dazu braucht, den Reichtum, den Amerika für dieses Land in den letzten 15 Jahren geschaffen hat, neu verteilt hat.

China hat gerade ein Wirtschaftswachstum von 9% für das bisherige Jahr vermeldet. Das ist sternenhoch, verglichen mit dem Stillstand in der EU und den USA. Selbst wenn man bedenkt, dass ein Wirtschaftswachstum von jährlich 7% in China ziemlich genau einem „Wachstum” von 0,3% in Deutschland oder Frankreich entspricht.

Dieses Wachstum war allerdings teuer erkauft. Jedes bißchen davon war „Nachfragepaket”-getrieben. Ausländische Kredite haben die letzte Expansion des amerikanischen Reichtums angetrieben. Und Kredite — schmutzig-billige Kredite! — fachen nun die chinesische Expansion weiter an.

2005 wurden 60% des chinesischen BIP durch staatliche Unternehmen und den Staat generiert. Dieser Anteil hat sich kaum verändert. Seit letzten Herbst hat die Regierung mit Hilfe von 585 Mrd. Dollar fiskalischer Unterstützung die Wachstumsraten hoch halten können. Der Effekt auf den privaten Verbrauch ist allerdings zweifelhaft:

In China sind die Einzelhandelsumsätze in den letzten 12 Monaten um 15,1% (17% bereinigt um Deflation!) gestiegen. Aber viele Experten denken, daß dieses Wachstum nur die steigenden staatlichen Ausgaben für Bankette, Autos und Festmähler widerspiegelt als einen wirklich steigenden Lebensstandard der privaten Haushalte.

Es ist ziemlich offensichtlich. China tut nun das, was Tokio und Berlin mit der amerikanischen Wirtschaft gemacht haben: Eine „Blasen-Nachfrage” kreieren, durch leichte Kredite. Der Hauptunterschied: Das Geld wird nicht primär dazu verwendet, die Nachfrage der privaten Haushalte zu erhöhen. Stattdessen strömt es in Sektoren, die stark mit der Regierung verknüpft sind.

Wenn es eine Sache gibt, die die Chinesen im Bezug auf Finanzmanagement können, dann dies: Die Chinesen messen in Tonnen, nicht Dollar. So bewertet Peking seine Rohstoff-Aufkauf-Programme nicht mit Hilfe einer detaillierten Preisanalyse…sondern mit Quantität-basierten Parametern.

Wer wird von der chinesischen Kreditblase profitieren?

Minen und Rohstoff-Unternehmen. Aus der Perspektive des Investors, der in Dollar kalkuliert, besonders die Minen, die ihre Förderung in Währungen verkaufen, die aufwerten werden. Nämlich dann, wenn die Rechnungen für die Sozialprojekte von Obama bezahlt werden müssen. Es geht also um Minen in Kanada und Australien.

Und natürlich um Rohstoffe.

Allerdings sieht es so aus, als ob ein Rohstoff bei dieser Blase nicht mitspielen wird. Lesen Sie hier wie das vonstatten gehen wird… und wie Sie sich in die Lage versetzen, davon gründlich zu profitieren.


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