Nur nicht Amerika!
Today's Financial News - Posted October 26, 2009
Traders Daily benutzte heute einen TFN Artikel, den ich letzte Woche ins Netz stellte: Ein Zeichen der Zeit — Amberger’scher Wirtschaftspessimismus in Hinsicht auf die Zukunft der USA.
von Christoph Amberger
Baltimore, MD — TFN: Ich räume derzeit eine gewisse Widerwilligkeit meinerseits ein, was die Auswahl neuer Aktien angeht. Es sind nicht die Aktien an sich. Keineswegs — ich denke in diesem Jahr haben unsere 67 zweistelligen Gewinn-Trades bei Hot Stock Confidential bewiesen, dass mit Aktien nichts fundamental falsch läuft.
Es ist vielmehr meine Prognosein Bezug auf die wirtschaftliche Zukunft — oder eben das Fehlen derselben.
Im letzten halben Jahrhundert war es der amerikanische Verbraucher, der das Wirtschaftswachstum und die Bildung Reichtum in der Welt angefeuert hat. Es war ein schöner Kreislauf. Die Nachfrage trieb den Verbrauch nach oben, der wiederum zu neuen Arbeitsplätzen führte, zu wachsenden Einkommen, weiter wachsenden Konsumausgaben und steigenden Importen der USA.
Dann kam noch ein Hebel hinzu: Es wurden in den USA fleißig Kredite vergeben…basierend auf der ur-amerikanischen Erfahrung, daß jeder, der arbeiten und Geld verdienen will, das auch kann — entsprechend seinen Fähigkeiten. Und das fast jeder, der Schulden aufnimmt, diese schließlich irgendwann zurückzahlt.
Aber letztes Jahr hat sich dieses Paradigma geändert. Der Wohlstand der Jahrzehnte brütete Apathie und Neid. Heute, ein Jahr nach Obamas Wahl zum Präsidenten, ist der „American Way” auf den Kopf gestellt worden. Anstatt es dem Individuum zu ermöglichen, selbständig und aus eigenem Antrieb Erfolge zu erzielen, ist die jetzige amerikanische Regierungspolitik darauf ausgerichtet, populistische Begehrlichkeiten und ihre hässliche Stiefschwester Anspruch zu befriedigen.
Als “progressive” Politik bezeichnet, repräsentiert diese Entwicklung einen bedauernswerten Rückschritt.
Während ein europäisches Land nach dem anderen dem Sozialismus den Rücken zukehrt und die marktorientierten Wirtschaftsmodelle annimmt, nehmen die USA jetzt die Mentalität Westeuropas des Jahres 1973 auf.
Ich habe in den 1970ern in Europa gelebt. Ich kann nicht sagen, dass ich dorthin zurückkehren möchte: Damals gab es einen endemischen Mangel an Arbeitsplätzen. Einen Kollaps der heimischen Industrie. Inflation. Explodierende Schulden. Die Erosion der privaten Initiative und der individuellen Verantwortlichkeit. Das Bestreben, die größten Wählerschichten nach Möglichkeit vollständig von staatlicher Unterstützung abhängig zu machen.
Den Einbruch des Staates in jeden Aspekt des Lebens.
Ich habe es mitbekommen.
*** Deshalb schaue ich mir die amerikanische Industrie heutzutage mit Bitterkeit an. Kann man wirklich erwarten, ordentlich Geld mit Immobilien-, Bau- oder Autounternehmen zu verdienen, wenn Arbeitslosigkeit und Steuern zunehmen und damit das derzeitige und zukünftige Besitztum an Immobilien und verfügbaren Einkommen erodieren lassen?
Sollte man sein Geld in ein Rüstungsunternehmen stecken, wenn das Versprechen der derzeitigen Regierung, verstärkt auf „Diplomatie mit militärischer Macht im Hintergrund” zu setzen, bestenfalls wischi-waschi ist?
Und was ist mit Unternehmen aus dem Gesundheitssektor, oder Banken, deren Umsätze und Strukturen durch Verstaatlichung bedroht sind?
Mehr dazu morgen, hier bei TFN auf Deutsch!
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