Leseranfrage: Was soll man als neuer HSC-Abonnent tun?
Today's Financial News - Posted September 23, 2009
Frischgebackenes Mitglied im Hot Stock Confidential-Club Karl R. hat da ein paar berechtigte Fragen, die TFN-Verleger Christoph Amberger langatmig beantwortet:
“Ich bin nun ‘member’ bei ihrem Börsendienst geworden. Herr Tom Firley hat Sie in einer seiner Nachrichten wieder aufgespürt bzw. ausgegraben, auf sie hingewiesen — und dann bin ich der Sache und Ihrem Link nachgegangen.
“Ich erinnerte mich, daß Sie früher bei einem anderen Börsendienst geschrieben haben. Habe ihre interessanten Texte gerne gelesen.
“Nun zu meinen Fragen. Als Neuabonnent seit kurzer Zeit interessiert mich Folgendes:
* Können sie mir zum Neuaufbau meines Depots auf der Basis von Hot Stock Confidential Hinweise geben welche allgemeinen Empfehlungen Sie Neueinsteigern geben können?
* Würden Sie grundsätzlich alle derzeigen ‘buy under ‘ Aktien zu Ihrem vorgeschlagenen Limit zu kaufen und sich nicht auf eine bestimmte Anzahl zu beschränken, um den Überblick nicht zu verlieren ?
* Alle neuen Käufe gleich zu gewichten mit einer konstanten Investitionssumme (z.B. pro Aktie als start $2.000)?
* oder aber Schwerpunkte mit besonders aussichtsreich beurteilten Aktien zu bilden?
“Dabei stellt sich die Frage, welche Aktien als besonders aussichtsreich beurteilt werden.
“Ihre ca. 60 Gainers (und damit ihre durchschnittlich erzielte Performance ) setzen ja voraus, daß man alle ihre Empfehlungen, also auch die Losers einmal gekauft hat. Das hieße, man hätte seit Jan. 2009 ca. 65 Aktien im Depot gehabt, bei evtl. gleich hohem Investitionsvolumen je Aktie. (die jeweilige Einzelperformance ihrer Aktien sehe ich ja in ihrer liste .)
“Kauft man nicht grundsätzlich alle Aktien, kann sich das Verhältnis von Gainers zu Losers ja sehr schnell negativ verändern, wenn man Pech hat und die ’falschen’ Aktien in einer höheren Zahl erwischt. (Gainers zu Losers zur Zeit ca. 60 zu 13 ändert sich dann sehr schnell zu evtl. 20 bis 30 zu 13 und damit sinkt auch die Performance.
“Gibt es eine Art Musterdepot oder fiktives Musterdepot ?
“Soviel für heute. Möchte sie nicht überstrapazieren. Über eine Antwort würde ich mich allerdings sehr freuen. Bin gespannt, was sie antworten werden. (Voraussetzung ist, daß Sie sich einmal in die lage eines Neuabonnenten versetzen, der neu anfängt….)”
Christoph Amberger antwortet:
Meine Entschuldigung für die verspätete Antwort und ein herzliches Willkommen bei TFN und Hot Stock Confidential.
Generell muß ich vorausschicken, daß unser Ansatz als allgemein zugängliche Investment-Publikation mit fluktuierender Leserschaft unsererseits ein paar Kompromisse and artifizielle Annahmen notwendig macht, die so nicht auf den individuellen Leser anzuwenden sind.
So ist für die relative Klarheit und Aussagekraft unseres Track Records die These nötig, daß ein Kunde X jede unserer Empfehlungen innerhalb von 15 Minuten ihrer Publikation via e-Mail kaufen und verkaufen konnte.
Fiktiv? Ja. Musterdepot. Nicht so ganz.
Denn wir haben derzeit für 2009 nicht nur geschlossene Positionen mit 63 Gewinnern und 13 Verlierern (Durchschnittsgewinn 22,4% in durchnittlich 52 Tagen), sondern auch noch 27 offene Positionen. Das sind über 100 Trades so weit dieses Jahr — für einzelne Investoren sicher schwer nachzuvollziehen!
Denn das passiert in der Realität natürlich nicht. Zudem kommen Kunden weit nach Aussprache von Empfehlungen neu zu uns und können entweder weit ungünstiger oder weit günstiger einkaufen — haben also auch unterschiedliche Gewinnspannen.
(Beispiel: Ein Kunde dankte uns gerade für einen 50%igen Gewinn auf unserer Silber-Options-Empfehlung… die leider wg. des weit früheren Einstiegs mit -6% Miesen offiziell bei uns zu Buche schlug…)
Um diese Diskrepanz zu mildern, definieren wir unsere maximalen Kaufpreis in den Empfehlungen meist etwas weiter, als wir dies für uns selbst anwenden würden. (Entsprechend wird die Aktie auch analysiert und auf ihre mögliche Gewinnspanne abgeklopft.)
Auch haben wir die Erfahrung gemacht, daß Abonennten in den seltensten Fällen jede Aktie kaufen, die wir empfehlen. Was auch so sein soll, denn unser unterliegende Philosophie ist es, dem selbstverantwortlichen, selbst entscheidenden Anleger ein “Kaltes Büffet” von Ideen zu bringen, von dem er sich selbst aussuchen kann, was ihm liegt und zuspricht.
Messen Sie also unsere Performance nicht an dem was wir sagen… sondern an dem, was wir tatsächlich für Sie tun.
Meine Empfehlung wäre, die Garantiezeit zu nutzen, indem Sie sich ein, zwei unserer offenen Positionen (genug davon haben wir ja!) mal näher ansehen und ausloten, inwieweit Sie mit unserer Einschätzung übereinstimmen. Und natürlich, ob die Realität des Marktes Schritt mit uns hält. Vielleicht riskieren Sie einen begrenzten Betrag in eine Neuempfehlung. Und sehen, ob wir mit unseren großspurigen Aussagen auch Schritt halten können.
Wenn nicht, dann ist die Sorge mein (wie’s im Studentenlied so schön heißt). Denn dann haben wir einen guten Kunden verloren.
Hat Ihnen die lange Rede ein paar Fragen beantworten können?
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